Etappe_08 Kiel – Hamburg – Ahlerstedt

Wetter: Um es vorweg zu nehmen, heute war alles dabei !

Noch ein redaktioneller Hinweis: die Kommentarfunktion wurde technisch angepaßt und wir sind auf eure Kommentare zu den Etappen sehr gespannt.

Der Ruhetag in Kiel hat allen gut getan. Pünktlich um 07:45 Uhr ist die Stammgruppe, ergänzt um Sascha Altmann aus Bremen, Sonja Eilers von der Securvita Hamburg und Henrike Ortwein auf die Etappe gegangen.

Das Begleitfahrzeug wird die nächsten Etappen von Maggi und Reimi besetzt  der Übergang von Torben zu Reimi funktionierte aus Sicht der Radfahrer reibungslos.

Bereits beim Frühstück regnete es Bindfäden, was sich bis zur Abfahrt nicht änderte. An dieser Stelle geht ein ganz großer Dank an die Sponsoren unser Radsportkleidung MAISCH und GORE TEX. Die Qualität diese Bekleidung ist einfach sensationell und nach unserer Auffassung mit Betrachtung des heutigen Tages absolut genial.

Richtung Südwest lotste uns das Navi über Molfsee die B 76. Es regnete immer weiter, bereitete uns in Anbetracht der erwähnten Kleidung jedoch keine Probleme. Die Regenjacken und -Hosen sind echt wasserdicht, dennoch atmungsaktiv, was bei herrschenden 17 Grad morgens um 8 Uhr sehr wichtig ist. Über die B 76 ( Hamburger Chaussee ) rollte das Team in erstaunlich gutem Durchschnittstempo von 21 km/h Richtung Neumünster. Die Durchquerung einer Stadt erweist sich immer als “Zeitfresser“, wenn dann auch noch wegen eines technischen Defekts die Bahnschranke geschlossen bleibt und der Techniker erst die Schranke manuell öffnen muß, kommt Freude auf, weil der Radler Gefahr läuft, zu frieren. Die Bahnschranke wurde nach 10 min. geöffnet. Der Radweg entlang der B 76 war sehr gut befahrbar und da es trockener wurde, wollten wir die Zeit wieder reinholen, da wir bei Michael Adumat ( DPolG Hamburg ) in Höhe Alveslohe einen Mittagstermin auf dem Zettel hatten.

Im Bereich Lenthförden befanden wir uns dann plötzlich im Auge eines Unwetters ( Starkregen, Wasser schoß aus den Gullys heraus, Sturmböen, Hagel, Gewitter ). Von der Fahrbahn spritzten die Fahrzeuge Wasserfontänen über uns ( sie konnten nichts dafür ) !

Anm.: hierzu gibt es Videoaufnahmen, die das gesamte Ausmaß noch eindrucksvoller darstellen. Solche Momente erfordern von allen Teilnehmern äußerste Konzentration und viel Gefühl für das Rad, die Situation. Wir haben es überstanden. Später hörten wir in den Medien, daß um uns herum Keller vollgelaufen sind, Blitze eingeschlagen haben und in der Region landunter war.

Ungefähr 5 km weiter war unsere Zwischenstation erreicht. Hier in Alveslohe hatte Michael Adomat ( stv. Landesvorsitzender im DBB / DPolG – Fachbereich Vw ) mit seiner Familie groß aufgefahren. Bärbels Frikadellen sind der Knaller, von den Salzbrenner – Würstchen könnte ich mindestens zwei füttern und der Marmorkuchen ist unvergeßlich ! DANKE an Familie Adomat und Martina Mewes ( PR ), die uns wunderbar zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort verköstigt hat.

Über die B 4 rollten wir dann bei trockenem Wetter auf Hamburg zu. In Quickborn in Höhe einer Freien Tankstelle stand Reimi am Straßenrand und feierte uns mit einer Wasserdusche: wir hatten an dieser Stelle die 1000 km erreicht.

Um 13.17 h passierten wir das Ortsschild in Hamburg – Burgwedel. Über Eidelstedter Platz/Elbgaustraße/Flurstraße, vorbei an der Ostseite des EEZ und am botanischen Garten näherten wir uns gegen 14.00 h dem Anleger Teufelsbrück, wo wir von Familienangehörigen, Freunden sowie dem Polizeipräsidenten Ralf Martin Meyer und dem DPolG – Landesvorsitzenden Joachim Lenders begrüßt wurden. Von Joachim Lenders wurde symbolisch ein Spendenscheck der DPolG Hamburg in Höhe von 1000 € überreicht.

Nach kurzem Gesprächen auch mit den Angehörigen und der Verabschiedung von Sonja und Henrike ( ihr seid Super gefahren ) wurde die Fahrt per Fähre nach Finkenwerder fortgesetzt. In Höhe AIRBUS nahm der Wind spürbar zu und wir waren bis Buxtehude noch einmal gefordert. Andererseits kam nun aber wieder die Sonne durch. Das veranlasste uns, die GORE – Kleidung auszuziehen und wir waren überrascht, wie trocken wir unter der Kleidung waren. Begeisterung pur, der nächste Regen kann kommen.

Um 15.40 h wurden wir vor dem Buxtehuder Rathaus von der stv. Bürgermeisterin Frau Lenn und 2 Pressevertretern erwartet. Uns wurde ein Spendenscheck über 100 € von Frau Lemm im Namen der Stadt Buxtehude überreicht.

Da das Treffen in der Buxtehuder Altstadt mit Fußgängerzone bei bestem Wetter stattfand, wurden wir von mehreren Fußgängern angesprochen. Wir sagen herzlichen Dank an die Stadt Buxtehude.

Bei weiterhin kräftigem Südwestwind ging es noch weiter nach Ahlerstedt, wo Quartier bezogen, die Etappe gemeinsam nachbereitet wurde ( wie übrigens nach jeder Etappe ), wir gemeinsam zu Abend gegessen haben, um müde ins Bett zu fallen.

Zwischenfazit: nach dem heutigen Tag fragen sich bestimmt viele, wie man so “bekloppt“ sein kann, um auf diese strapaziöse Weise Spenden für Kollegen einzusammeln. Hierzu sei angemerkt: jeder Teilnehmer dieser Tour bringt viele Opfer ( persönlich und sozial ), erlebt einmalige Dinge, nimmt die Natur in all seinen Facetten wahr und wird von diesem Erlebnis noch lange zehren. Für jeden von uns sind dieses neue, bleibende Erinnerungen.

 

Statistik: 136 km, 250 hM, Durchschnittsgeschwindigkeit von 19,5 km/h.

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